2 / 2006
Die aktuelle Marktsituation
Das Jahr 2006 geht zu Ende und wir neigen, gerade in dieser Zeit dazu, das Geschehene nochmals Revue passieren zu lassen und die Ereignisse kritisch zu bewerten:

Haben wir unsere gesetzten Ziele erreicht? Wurden unsere Erwartungen beruflicher oder privater Natur erfüllt? Was wollen wir im nächsten Jahr anders, besser machen?

Basierend auf diesen Fragen bemühen wir uns in aller Regel, neue Ziele zu finden oder alte neu zu definieren.

Besonders was unsere wirtschaftlichen Vorstellungen und Erwartungen betrifft, so können wir mehr Einfluss nehmen, als wir manchmal wahrhaben wollen. Jeder von uns trägt ein Mosaik-Steinchen dazu bei, wie sich das konjunkturelle Umfeld darstellt, und wir sind damit, scheinbar unbemerkt, verantwortlich für die Prosperität unseres Landes. Unsere Stimmung, unser Optimismus oder Pessimismus sind Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg.


Beim Platzen der „New Economy“-Blase im Jahre 2001 wurde an den Börsen unglaublich viel Geld vernichtet. Dies bekam die Realwirtschaft in den Folgejahren deutlich zu spüren und der Pessimismus in der deutschen Wirtschaft gewann bis ins Jahr 2005 die Oberhand.

Inzwischen hat sich die Stimmung in unserem Land gedreht - und das nicht erst seit der Fußballweltmeisterschaft. Der private Konsum befindet sich seit Ende 2005 in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend und sollte durch das Störfeuer „Mehrwertsteuererhöhung“ keine wesentliche Korrektur erfahren. Die Weltwirtschaft wächst erheblich schneller als gedacht (OECD-Studie vom September 2006), obwohl sich die US-amerikanische Wirtschaft vorläufig von den relativ hohen Wachstumsraten von 4 – 5% verabschiedet hat. Und nicht zuletzt: die Investitionsbereitschaft der deutschen Unternehmen kehrt stärker zurück, als im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung angenommen. Dies wirkt sich hoffentlich auch positiv auf den Arbeitsmarkt aus.

Ein weiterer Impuls wäre durch eine Entspannung an den Rohstoffmärkten zu erwarten. Jeder von uns wünscht sich eine längerfristige Phase der Preisstabilität und Berechenbarkeit.

Die Wirtschaft hat wieder Tritt gefasst. Wir können hoffen, dass sich damit die Bedingungen auch am Klebebandmarkt langsam verbessern. Die massiven Preissteigerungen bei den Rohstoffen von bis zu 50 % – insbesondere bei Naturkautschuk und Harzen - haben an der Substanz genagt und die Überlebensfähigkeit mancher Hersteller auf eine harte Probe gestellt. Verschärft wurde diese Situation noch dadurch, dass Volumina über schwer nachvollziehbare Sonderaktionen geholt wurden, nicht zuletzt um Produktionskapazitäten auszulasten und/oder den Finanzstrom im Unternehmen aufrechtzuerhalten.
Der Ertrag und natürlich auch die Qualität bleiben dann meist auf der Strecke.

Man kann es gar nicht oft genug sagen: Qualität hat ihren Preis, und ich bin sicher, dass dieser Gedanke wieder eine Renaissance erleben wird. Letztlich zahlt es sich noch immer aus, ein gutes Produkt zu verwenden.

Auch im nächsten – hoffentlich von weniger Turbulenzen geprägten – Jahr werden wir Ihnen qualitativ hochwertige Produkte zur Verfügung stellen und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Für 2007 wünschen wir Ihnen die richtigen Gedanken und „Vorsätze“! (KB)

 

Neue Beschichtungsanlage
… Sag niemals nie …

Was weiß James Bond über die Produktion von Verpackungsklebeband? Wahrscheinlich so viel wie wir über die geheimen Träume von Miss Moneypenny !

Eines wissen wir aber ganz sicher: Es war ein langer und harter Weg, neue Technologien und Produktionsanlagen in unserem Werk aufzubauen.

Speziell der Werdegang unserer neuen Beschichtungsanlage hat bereits eine eigene Historie und nahm, wie Sie wissen, (s. unser Bericht 2/2003) Ende 2002 seinen Anfang. In unserem monta Aktuell 1/2005 setzten wir Sie über die Fortschritte und die ins Auge gefasste Inbetriebnahme Ende 2005 in Kenntnis.

Nachstehend einige Hintergrundinformationen darüber, was zu der langen Reifezeit geführt hat und weshalb die Anlage erst im Sommer diesen Jahres in Betrieb gehen konnte.

Man kann durchaus sagen, dass in der Aufbauphase der Beschichtungsanlage eine komplett neue Klebebandfabrik in den historischen Produktionsgebäuden entstanden ist.

Gebäudemodifikationen waren erforderlich - wenn man bedenkt, dass diese ehrwürdigen Gebäude aus dem vorigen Jahrhundert mehr oder weniger unter Denkmalschutz stehen. Des Weiteren erfolgte eine komplette Modernisierung der Klebstoffproduktion (neue Pumpen, Filteranlagen und Rohrleitungssysteme), sowie eine Verbesserung des energetischen Versorgungssystems mit einem Höchstmaß an prozessbedingter Wiederverwertung. Dadurch erzielten wir eine bedeutende Produktivitätssteigerung.

Viele Behörden und Sachverständige haben nicht nur die Beschichtungsanlage selbst, sondern auch die diversen infrastrukturellen und sich über mehrere Gebäudeteile erstreckenden Aggregate begutachtet. Sie waren über den hohen technischen Standard dieser neuen Beschichtungstechnologie sehr beeindruckt.

Sicherlich stellt die Komplexität dieser Beschichtungsanlage große Herausforderungen an die gesamte monta-Organisation, speziell an die Mitarbeiter, die diese Anlage letztendlich bedienen.

Neue Prozessbedingungen - besonders im Zusammenhang mit sehr viel höheren Beschichtungsgeschwindigkeiten, höheren Sicherheitsstandards, vielen Auflagen von behördlicher Seite sowie dem Umgang mit der um 30 % breiteren Folienbahn erforderten auch umfangreiche Schulungen bei den Mitarbeitern.

Durch diese Herausforderung sind wir noch weiter zu sammengewachsen, und der Erfolg, diese Anlage nach allen Anfangsschwierigkeiten in Betrieb zu nehmen und auch zu betreiben, hat das Team weiter motiviert.

Um unserem anerkannten Umweltmanagement-System DIN EN ISO 14001:2005, welches auch das Qualitätsmanagement-System DIN EN ISO 9001:2000 beinhaltet, gerecht zu werden, wurden für diesen komplett neuen Produktionsprozess entsprechende Qualitätsstandards erarbeitet.

Die Einbindung dieser neuen Beschichtungsanlage mit 1800 mm Nutzbreite hat im Zusammenwirken mit den weiterhin in Betrieb stehenden anderen Beschichtungsanlagen grundlegende Veränderungen der betrieblichen Abläufe als auch der Auftragsabwicklung nach sich gezogen.

Die Erkenntnisse aus dem Produktionsalltag, die sich jetzt erst durch die High Tech-Anlage ergaben, waren zu Beginn des Projektes noch gar nicht erkennbar und werden nun Schritt für Schritt angepasst.

Sie, liebe Freunde und Partner des Verpackungsmarktes, können sich vielleicht vorstellen, welche Herausforderung die Umsetzung dieses Projektes für uns bedeutet hat. Die während Aufbau- und Inbetriebnahmephase sehr unbefriedigende Zusammenarbeit mit dem Maschinenhersteller hat uns sehr viel Kraft gekostet.

Angefangen von Unzuverlässigkeit bis hin zur kompletten Einstellung seiner Aktivitäten kurz vor Inbetriebnahme der Anlage, war es für uns ein umso größerer Ansporn, die BM1 nicht nur mit eigenen Kräften, sondern auch mit namhaften Spezialisten fertig zu stellen und in Betrieb zu nehmen.

Heute sind sicher noch nicht die endgültigen Leistungsparameter der Anlage ausgereizt. Doch die kontinuierliche Produktion der letzten Monate ließ uns sehr gute Erfahrungen sammeln. Bereits heute werden ca. 68 % unseres Gesamtvolumens auf der BM1 produziert.

Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Investition unsere Position im Markt weiter ausbauen können, um Ihnen mit kontinuierlicher Qualität als starker Partner auch zukünftig zur Seite zu stehen.

Um abschließend auf James Bond und seinen Ausspruch „Sag niemals nie!“ zurück zu kommen, sagen wir nach Fertigstellung des Projektes, JA! wir würden es trotz der langen „Durststrecke“ noch einmal genau so machen. Diese Investition in eine neue Beschichtungstechnologie ist für uns ein innovativer und herausfordernder Schritt in die richtige Richtung. (JA)

 

Erdrutsch am Immenstädter Horn
Viele unserer Geschäftspartner, die uns bereits in Immenstadt besuchten, sind begeistert von der Lage des monta Klebebandwerkes. Eingebettet zwischen Immenstädter Horn und Mittag-Berg arbeiten wir „dort, wo andere Urlaub machen“, so häufig die bewundernden Kommentare.

Dass auch unsere Idylle nicht von den Auswirkungen der Naturgewalten verschont bleibt, wurde uns am 22. März 2006 bewusst. In den Vormittagsstunden lösten sich ca. zwei Hektar Erdreich vom Immenstädter Horn und rissen wertvollen, ca. 180 Jahre alten Bergmischwald, eine Zufahrtsstraße und Wanderwege mit sich. Geröll und Baumstämme verschütteten in der Folge das Bachbett des Steigbachs.

Ausgelöst durch Tauwetter, massive Regenfälle und abgehendes Schmelzwasser bewegten sich große Geröllmassen auch in Richtung monta. Unsere Werksfeuerwehr war tagelang gemeinsam mit der Feuerwehr Immenstadt in Alarmbereitschaft. Mit Sandsäcken und Schneewällen wurde Vorsorge getroffen, um bei einem Ausbrechen des Steigbachs den Schaden für das Werk und die Stadt so gering wie möglich zu halten.

Über 200.000 Kubikmeter Erdreich, Bäume und gewaltige Felsbrocken sind auf einer Fläche von insgesamt 4 Hektar bis heute „abgefahren“. An sonnigen Tagen und beim Wandern auf dem mittlerweile wieder hergestellten Steigweg ist das gesamte Ausmaß der Naturkatastrophe ersichtlich.

Weitere Abrutschungen sind jedoch nicht auszuschließen, weshalb am Immenstädter Horn zahlreiche Messpunkte vom Landesamt für Umweltschutz installiert wurden.

Zusätzlich werden am Steigbach, der natürlichen Barriere zwischen Immenstädter Horn und monta, zwei 15 Meter hohe Betonsperren errichtet, die die Stadt Immenstadt und das monta Klebebandwerk schützen sollen.

Unsere Anerkennung verdienen in den letzten Monaten besonders die Herren, die in 30-Tonnen-Baggern unter Anleitung von Geologen sowie Fachleuten des Landesamtes für Umweltschutz unermüdlich im Einsatz sind. Sie haben den Kampf mit den Geröllmassen im Steilgelände aufgenommen um diese abzutragen bzw. zu festigen.

Wir hoffen darauf, dass sich der Berg beruhigt und bald wieder Mischwald angepflanzt werden kann, um das Erdreich zu festigen. Nach Expertenmeinungen ist eine Entspannung jedoch frühestens in 1 – 2 Jahren zu erwarten. (LM)

 

Auf einen Blick
Ersatz für monta krepp 430

Im August 2006 wurden wir von unserem langjährigen Lieferanten informiert, dass die Produktion von Hochkrepp mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Dies stellte uns vor eine große Herausforderung, da im August alle Klebebandproduzenten im 3 – 4 Wochen dauernden Betriebsurlaub nicht erreichbar waren.

Entsprechend des Qualitätsmanagements wurden verschiedene Hochkrepp Klebebänder getestet. Unter Berücksichtigung der diversen Anforderungen an dieses Produkt haben wir eine adäquate Alternative gefunden, die wir Ihnen auf Wunsch und bei Bedarf gerne direkt oder über unsere Fachberater vorstellen.

monta krepp 431, ebenfalls ein Hochkrepp mit synthetischem Kautschukkleber, wird sukzessive nachdisponiert und wir hoffen, dass die Lieferengpässe in einigen Abmessungen, die durch die ungünstige Informationspolitik des Vorlieferanten entstanden sind, der Vergangenheit angehören.

Das Standardlagerprogramm bleibt unverändert bestehen, die Verpackungseinheiten wurden aktualisiert und stehen zum download oder Ausdruck bereit unter
http://www.monta.de/homedir/formular/VERPACK_D.pdf (bzw. E bzw. F)

 

Öffnungszeiten zum Jahreswechsel
Printen, Lebkuchen und Marzipankartoffeln!

Wir nähern uns in Riesenschritten dem Jahresende – höchste Zeit also, Sie zu informieren, wann wir zum Jahreswechsel für Sie da sind:

Im alten Jahr
o im Vertrieb bis einschließlich Freitag, 22. Dezember 2006
o im Versand bis einschließlich Donnerstag, 21. Dezember 2006
o in der Produktion bis einschließlich Donnerstag, 21. Dezember 2006

Im neuen Jahr
o Produktion, Vertrieb und Versand ab 2. Januar 2007

Bitte berücksichtigen Sie diese Eckdaten in Ihrer Planung, und denken Sie an Ihre rechtzeitige Disposition.

 

Wie ein roter Faden
Für das vertrauensvolle Miteinander in diesem Jahr bedanken wir uns recht herzlich.

Ihnen, Ihrer Familie und Ihren MitarbeiterInnen wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest,
erholsame Stunden und ein friedvolles, gesundes und erfolgreiches Jahr 2007.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

Johann Amoser, Geschäftsleitung
Karl Baumann, Vertriebsleitung
Brigitte Hummel, Verkaufsleitung Export
Leela Moolgaokar, Verkaufsleitung Inland

 

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