2 / 2004
Die aktuelle Marktsituation
In unserer letzten Ausgabe “monta Aktuell” wagte ich die Prognose: “Sollten die Preise für Rohöl weiter steigen, wird dies die ohnehin ‘lahme Konjunktur’ negativ beeinflussen und die Preise - auch für Selbstklebebänder - in die Höhe treiben.”

Konnten wir bis Mitte August 2004 noch relativ konstante Preise - und dies seit fast zwei Jahren - feststellen, zeigt sich heute ein völlig neues Bild.

Den weltweit agierenden Klebebandherstellern ist inzwischen die Luft ausgegangen, da die Rohstoffkosten seit Jahresmitte explodieren und heute teilweise Versorgungsengpässe bestehen. Betroffen davon sind nicht nur Polypropylenfilme, sondern insbesondere synthetischer Kautschuk (für Hotmeltkleber) und Acrylatklebstoffe. Der Bedarf an diesen Rohstoffen ist deshalb gestiegen, weil der asiatische Markt nach wie vor “boomt”.

Bei Kostensteigerungen von 20 % bis teilweise über 50 % innerhalb von nur sechs Monaten mussten die Klebebandhersteller reagieren, um ihre Existenzfähigkeit zu sichern. Die Kosten wurden bei weitem bisher nicht voll weitergegeben, und die “Salami-Taktik” findet wieder rege Anwendung. Die Hersteller haben Angst, Kunden und damit Volumen zu verlieren, die Wiederverkäufer nicht weniger und müssen permanent Preisdiskussionen mit Endverbrauchern führen. Und der Endverbraucher (die Industrie) versucht aufgrund der weiterhin verhaltenen Wirtschaftslage Kostensteigerungen zu vermeiden. Die Einkäufer haben durch ihre Unternehmensleitungen die Aufgabe, Kosten zu senken, weshalb wegen 180 oder 360 Rollen wieder zehn Anbieter angefragt werden, um dann gegeneinander ausgespielt zu werden.

Eine - zugegeben - schwierige Situation für alle im Klebebandmarkt tätigen Akteure.

Verunsicherung greift um sich, “Hamsterkäufe” werden getätigt und jeder hofft, richtig “spekuliert” zu haben. Neu ist diese Situation für “alte Hasen” nicht. Erinnern wir uns an Anfang der 80er Jahre und zuletzt Mitte der 90er Jahre. Alles schon mal dagewesen!

Jetzt ist wieder Besonnenheit und Einfühlungsvermögen, aber auch eine bestimmte Konsequenz gefragt, um überleben zu können.

Eine Prognose heute schon für 2005 abzugeben, ist verdammt schwer. Glaubt man den Rohstoffherstellern, werden uns die kommenden Monate weiter verunsichern; eine Stabilisierung ist derzeit nicht absehbar.

Ich wünsche mir für 2005 etwas mehr Kontinuität und kalkulierbare Entwicklungen und Ihnen viel Kraft zur Bewältigung der notwendigen Maßnahmen und eine glückliche Hand bei all Ihren zu treffenden Entscheidungen. (GS)

 

Abgeschlossenes Projekt: Outsourcing Versand/Lager
Die meisten Unternehmen arbeiten derzeit an Veränderungsprozessen. Steigende Kosten, internationaler Wettbewerb und Preisverfall stellen erhebliche Anforderungen an die Flexibilität von Unternehmern und Management. Dabei drängt sich vor allem für mittelständische Unternehmen, wie die monta, immer häufiger die Frage auf, ob Teile des Geschäftsprozesses, die nicht zur Kernkompetenz gehören, ausgelagert werden können.

Das Outsourcen von Teilbereichen ist nicht immer unumstritten. Auch in unserem Hause wurde anfangs kontrovers darüber diskutiert. Macht es Sinn, einen so kritischen Servicebereich, wie die Abteilung Versand/Lager, an einen externen Dienstleister zu übertragen?

Nachdem das Projekt bereits seit dem 1. Juli 2004 erfolgreich läuft, möchten wir Sie über unsere bisherigen Erfahrungen informieren.

Aus der Vielzahl von Dienstleistern, die sich auf die Bereiche Versand und Lager spezialisiert und sich für unser Projekt beworben haben, ist die Wahl auf einen langjährig bewährten Partner - die Spedition Lebert aus Kempten - gefallen.

Folgende Bedingungen wurden vereinbart:

> Durch eine beiderseitige “Open-Book-Kalkulation” werden die Kosten transparent gemacht.

> Die relativen Kosten für das Outsourcing dürfen für monta über einen verabredeten Zeitraum auf keinen Fall höher liegen, als die bisherigen.

> Der gewohnt gute Lieferservice unseren Kunden gegenüber darf keinesfalls darunter leiden.

Das Projekt sollte innerhalb von 6 Monaten vorbereitet und realisiert werden. Ein zugegebenermaßen enger Zeitrahmen, der aber durch die sehr professionelle Zusammenarbeit des Lebert- und monta-Projektteams eingehalten wurde.

Das Konzept sah zum 1. Juli 2004 die Übernahme der kompletten Lagerhaltung und Versandadministration unserer Fertigprodukte durch Lebert vor. Vereinfacht wurde dies dadurch, dass wir Lebert zunächst die komplette monta-Infrastruktur übertrugen (Personal, IT, Fuhrpark, Regale).

Auf der Basis des funktionierenden monta-Systems konnte Lebert nun eigenverantwortlich, Zug um Zug und ohne weiteren Zeitdruck, die erforderlichen Umstrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen durchführen.

Nach beinahe 5 Monaten Erfahrung mit dem Lageroutsourcing sind alle betroffenen Parteien zufrieden.

> Die Lagermitarbeiter behalten einen sicheren und modernen Arbeitsplatz in einem kompetenten Speditionsunternehmen.

> Lebert stärkte durch sein Engagement während der Projekt- und Realisierungsphase seine Position.

> monta unternahm einen weiteren Schritt in Richtung “schlanke Organisation” und kann sich auch morgen noch im internationalen Wettbewerb behaupten und vor allem,

> unsere Kunden können sich auch künftig auf den gewohnten Lieferservice und die hohe Lieferqualität verlassen. (BT)

 

Das Logistikteam der monta
Jeden Tag begegnet uns das Schlagwort Logistik, sei es auf LKW-Beschriftungen oder in den Medien. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich?

Die Logistik gewährleistet die Verfügbarkeit von Gütern und Informationen und hat sich aufgrund zunehmender Bedeutung in mehreren Stufen zu einem umfassenden Managementkonzept entwickelt.

Es gilt, kundenorientiert und kostenminimal, das richtige Produkt, zur richtigen Zeit, zum richtigen Preis, am richtigen Ort, in der richtigen Menge und Qualität, bereitzustellen.

Ursprünglich Hauptfunktion der Materialwirtschaft, wird Logistik heute als Schnittstelle zu den verschiedensten Unternehmensbereichen verstanden. In unserem Hause umfasst die Logistik die Teilbereiche Beschaffung, Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung, Betriebsdatenerfassung, Versand, bis hin zur Abfallentsorgung und Recycling. Wir stellen uns der immer größer werdenden Herausforderung in puncto “just in time” und sichern den bekannten monta-Service auch für die Zukunft.

Ein sehr umfassendes Aufgabengebiet, um das sich in der monta intensiv kümmern:

Herr Roy Gibson, Logistikleiter, seit 1992 im Unternehmen

Frau Ellen Roth, Einkaufsleiterin und Mitglied des Marketing Teams,
seit 1981 im Unternehmen

Frau Karin Math, Abfallwirtschaft und Sekretärin der Technischen Geschäftsleitung,
seit 2002 im Unternehmen

Frau Katja Vogler, Sachbearbeiterin, seit 2000 im Unternehmen

Herr Karl Leistner, Lagerist RHB, seit 1963 im Unternehmen

Die Abteilung Logistik hat in der monta eine Schlüsselfunktion inne und arbeitet täglich Hand in Hand mit Vertrieb und Technik.

vlnr.: Karl Leistner, Katja Vogler, Roy Gibson, Ellen Roth, Karin Math (RT)

 

Prüfmethode Kartonpraxistest
Alle bereits vorgestellten Prüfmethoden haben eines gemeinsam:

Sie werden gemäß international gültiger Prüfanweisungen durchgeführt.

Der Kartonpraxistest ist ein Novum, mit dem wir unsere Reihe “Vorstellung von Prüfmethoden” heute abschließen!

Dieser Test wurde vor über 20 Jahren im Hause monta entwickelt und eingeführt, um zusätzlich zu den “theoretischen” Standardprüfungen praxisnahe Ergebnisse hinsichtlich eines dauerhaften Kartonverschlusses zu erhalten.

1. Definition

Kartonpraxistest - unter definierten Bedingungen wird festgestellt, ob sich das aufgebrachte Klebeband von einem unter Spannung stehenden Recycling-Karton löst und der Karton aufgeht.

2. Art der Prüfung

Ein Karton wird mit Wickelkernstangen, die mit ca. 2 - 3 mm die Kartoninnenhöhe überragen, bestückt. Dadurch wird ein Gegendruck erzeugt, der die Rückstellkräfte der Kartonlaschen unterstützt. Der so befüllte Karton wird mit Klebeband verschlossen. Die Schenkellänge auf den Stirnseiten beträgt gemäß Prüfvorschrift 5 cm. Der Karton wird beschriftet mit Datum, Uhrzeit und Klebebandtype.

Der überfüllte und verschlossene Karton wird bei 40° C Raumtemperatur und 60 % rel. Luftfeuchtigkeit für 48 Stunden in unserem Klimaraum gelagert.

Gerade die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit fordert vor allem das Klebeband:
> Die Feuchtigkeit diffundiert in den Karton und wirkt somit von außen und innen auf das Klebeband.

> Die Temperatur und die durch die Überfüllung erzeugte Spannung stellen hohe Ansprüche an den sicheren und dauerhaften Kartonverschluss (Abscheren des Klebebandes).

Diese Prüfung führen wir mit jeder Klebercharge durch. Wir setzen hierfür mehrfach recycelte Kartonagen ein, die wir auch in unserer Produktion verwenden.

Der Test wird nur dann mit “gut” bewertet, wenn nach 48 Stunden der Karton noch original verschlossen dem Klimaraum entnommen werden kann und kein Abscheren des Klebebandes festzustellen ist.

Sie alle kennen die Problematik, dass bei aufgehenden Kartons zuerst die Ursache beim Klebeband gesucht wird - dem letzten Glied in der Verpackungskette. Häufig bleibt dabei unberücksichtigt, dass zu einer dauerhaften Verbindung - wie auch im richtigen Leben - zwei Parteien gehören.

Und genau dies ist die Basis des Kartonpraxistests.

Diese Prüfmethode wird nur im Hause monta durchgeführt um Ihnen die Sicherheit zu geben, die Sie tagtäglich benötigen.

Eine dauerhafte Verbindung von Karton und Klebeband = eine erfolgreiche und dauerhafte Verbindung zwischen Lieferant und Kunde. (LM)

 

Wissenswertes auf einen Blick!
• PKP-Paletten

Der internationale Eisenbahnverband (UIC) hat der Polnischen Eisenbahn (PKP) die Rechte zur Vergabe des markenrechtlich geschützten Zeichens für die Kennzeichnung von Europaletten entzogen.

Aufgrund der zahlreichen Informationen aus dem Markt, Lieferungen auf PKP-Paletten nicht mehr zu akzeptieren, möchten wir an dieser Stelle den Wortlaut der EPAL (www.gpal.de) wiedergeben:

“Vor dem 01.05.2004 unter Lizenz der PKP hergestellte Paletten sind selbstverständlich weiterhin im Europalettenpool tauschfähig, sofern sie der verbindlichen Baunorm UIC 435-2 und den Tauschkriterien UIC 435-4 entsprechen. Es besteht keine Veranlassung, diese Paletten auszusortieren.”

Dennoch haben wir für Klebebänder aus unserer Produktion die Entscheidung getroffen, keine PKP-Paletten mehr einzusetzen. Bereits vor dem 02. November 2004 produzierte Ware kann noch auf PKP-Paletten zur Auslieferung gelangen. Wir tragen dafür Sorge, dass diese Paletten der Baunorm und den Tauschkriterien der EPAL entsprechen. (LM)

 

Für Ihre Planung
Weihnachten steht vor der Tür und die Tage vor dem Jahreswechsel vergehen wie im Flug. Deshalb schon heute folgende Informationen für Sie:

> Unsere Vertriebsabteilungen sind in der Zeit vom 27. - 30. Dezember 2004 vormittags besetzt.

> Letzter Versandtag im alten Jahr: Donnerstag, 23. Dezember 2004.

> Erster Versandtag im neuen Jahr: Montag, 03. Januar 2005.

> Aufgrund des Feiertages am 06. Januar 2005 sind die Abteilungen Vertrieb und Versand am
Freitag, 07. Januar 2005 nicht besetzt. (BH/LM)

 

Gedanken zum Jahreswechsel
Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien,
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit,
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen,
mehr Experten, aber größere Probleme.

Wir rauchen und trinken zu viel,
lachen zu wenig, fahren zu schnell,
regen uns unnötig auf, sehen zu lange fern,
stehen zu müde auf, lesen zu wenig,
denken zu selten vor, halten keine Zwiesprache mehr.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Welt reduziert.
Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber können wir den Jahren auch Leben geben?
Wir kommen zum Mond,
aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn.

Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns gefüllt.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas darzustellen, als etwas zu sein.
Es ist die Zeit, in der moderne Technik
einen Text wie diesen in Windeseile
in alle Welt tragen kann, und Sie die Wahl haben:

Etwas zu ändern ...
oder diesen Text ganz schnell zu vergessen.

Gedankensammlung, veröffentlicht von Jörg Haßmann

Wir danken Ihnen für das vertrauensvolle Miteinander in diesem turbulenten Jahr.

Ihnen, Ihrer Familie und Ihren MitarbeiterInnen wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest,
erholsame Stunden und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2005.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Spilger
Geschäftsleitung Johann Amoser
Geschäftsleitung Brigitte Hummel
Verkaufsleitung Export Leela Moolgaokar
Verkaufsleitung Inland

 

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