1 / 2004
| Die aktuelle Marktsituation |
Fast war ich verwundert, als mich unser Marketingteam vor Kurzem bat, wieder etwas über die “aktuelle Marktsituation” zu berichten. Aber der Blick auf meinen Kalender bestätigte, dass schon wieder fast sechs Monate seit unserem letzten “monta Aktuell” vergangen sind. Also habe ich das letzte halbe Jahr Revue passieren lassen und mich gefragt, ” Was hat sich denn seit Ende 2003 eigentlich verändert?” Ehrlich gesagt: Wenig! Die Verpackungsselbstklebebandhersteller in Europa versuchen, höhere Preise durchzusetzen, nachdem nachweislich die Rohstoffpreise und Energiekosten deutlich gestiegen sind. In vielen Fällen blieb es bei dem Versuch, mit wenigen Ausnahmen, denn höhere Preise durchzusetzen war in Anbetracht der weiterhin geringen Nachfrage und geringen Auslastung nicht realisierbar. Vereinzelt waren in den letzten Wochen sogar niedrigere Preise festzustellen, was die Wiederverkäufer doch stark verunsicherte. Also wird wieder sehr vorsichtig disponiert - es könnte ja noch billiger werden - und die Auslastung in Europa nimmt sicher keine positive Entwicklung. Einfuhren aus Fernost auf niedrigstem Qualitäts- und Preisniveau tragen hierzu ebenfalls bei. Der Verdrängungswettbewerb, der ja inzwischen nicht nur die Hersteller, sondern vor allem die Verarbeiter und Wiederverkäufer massiv betrifft, nimmt ruinöse Formen an, und der Schrei nach “Billig, billig!” wird immer lauter. Da sei schon die Frage erlaubt: “Wem nützt dies eigentlich?” • dem Hersteller: Sicherlich nicht. Vielleicht verbessert sich die Auslastung kurzfristig, aber der Ertrag bleibt auf der Strecke und schmälert die Leistungsfähigkeit auf Sicht. • dem Verarbeiter/ Wiederverkäufer: Sicherlich auch nicht! Vielleicht kann er kurzfristig den einen oder anderen Auftrag wieder für sich gewinnen, aber der Ertrag bleibt genauso auf der Strecke wie bei dem Hersteller. Der Umsatz sinkt, und nur Volumen durch Verdrängung soll den Ertrag sichern. • dem Endverbraucher: Der ist nach wie vor verunsichert, glaubt, bei jedem neu zu vergebenden Auftrag noch niedrigere Preise verhandeln zu können und wundert sich in vielen Fällen, dass die Qualität des “Billigmaterials” nicht mehr der Qualität entspricht, wie er sie in der Vergangenheit eingesetzt hat. Ein Teufelskreis, den jeder kennt, keiner will, und wenige versuchen ihm zu entrinnen, aber fast jeder befindet sich darin und akzeptiert ihn. Solange wir uns damit abfinden und nichts dagegen tun, sollten wir aufhören zu jammern und aufhören, immer den anderen für die Situation verantwortlich zu machen. Anfang des Jahres 2004 waren viele unserer Kunden, auch wir, zuversichtlich, was die wirtschaftliche Entwicklung betraf. Aber es war nur von kurzer Dauer; es fehlen wieder Aufträge und es fehlt am Ertrag. Sollten die Preise für Rohöl weiter steigen, wird dies die ohnehin “lahme Konjunktur” negativ beeinflussen und die Preise - auch für Selbstklebebänder - in die Höhe treiben. Aber gehen wir weiter den Weg des geringsten Widerstandes und “verschenken” mit großem Aufwand und Engagement unsere Produkte. Warum sollen wir für unsere Qualität und unseren hochgeschätzten Service entlohnt werden? “Billig muss es sein!” - Wenn dieser Schuss und diese Einstellung nur mal nicht nach hinten losgeht! Die Hoffnung stirbt zuletzt, man darf sie nie aufgeben - nur leben kann man davon auch nicht! Ich wünsche Ihnen ein wirtschaftlich erfolgreiches 2. Halbjahr 2004 und werde Sie - aus meiner Sicht - am Jahresende wieder meine Erfahrungen und Einschätzungen wissen lassen. (GS) |
| Tauschfähige EPAL/EUR-Paletten |
In den letzten Monaten wurden wir häufig mit der Problematik nicht getauschter EPAL/EUR-Paletten konfrontiert und möchten deshalb hier die Zusammenhänge rund um dieses Thema noch einmal für Sie erörtern. Zu Beginn der 60er Jahre beschlossen verschiedene europäische Eisenbahnen die Einführung von Tauschpaletten, die hinsichtlich Abmessung, Qualität und Brandzeichen standardisiert sind. Diese Paletten sind unter dem Namen EPAL/EUR-Paletten bekannt. Neben diesen offiziell standardisierten Paletten befinden sich zwischenzeitlich auch EUR-Paletten im Pool, die hinsichtlich Güte zwar der EPAL-Norm entsprechen, aber nicht von der European Pallet Association (EPAL) koordiniert werden. Beim Versand unserer Verpackungsselbstklebebänder setzen wir ebenfalls diese wieder verwertbaren EPAL/EUR-Paletten in der Abmessung 80 cm x 120 cm ein, die bei Anlieferung zu tauschen sind. Die Länder Deutschland, Frankreich, Schweiz, Belgien, Slowenien, Slowakei, Spanien, England, Italien, Polen, Portugal und USA sind dem EPAL/EUR-Pool angegliedert. Auch andere Länder, in denen es lizensierte EPAL/EUR-Hersteller und Reparateure gibt, nutzen dieses Tauschsystem mehr und mehr. Ziel ist es, mit diesem System die vermehrte Verwendung von tauschbaren Paletten zum Schutz der Umwelt zu fördern. Der EPAL/EUR-Pool lebt jedoch von der konsequenten Mitarbeit aller Partner. Dazu gehört auch die Rückführung der angelieferten Paletten in den Pool. In der Praxis sieht die Abwicklung so aus: > Bei Übernahme von z. B. fünf EPAL/EUR-Paletten in unserem Werk zur Lieferung an Sie belastet der Spediteur unser Palettenkonto mit diesen fünf Paletten. > Bei Anlieferung in Ihrem Hause werden von Ihnen unmittelbar fünf EPAL/EUR-Paletten an den Spediteur zurückgegeben, was zum Ausgleich unseres Palettenkontos führt. Tauschen Sie nicht, stellt uns der Spediteur die fehlenden Paletten in Rechnung, da diese ersetzt werden müssen. Und hier brauchen wir Ihre Unterstützung. Bitte weisen Sie die Mitarbeiter in Ihrer Versandabteilung an, die Paletten in der angelieferten Anzahl umgehend zu tauschen. Da unsere Spedition auch mit Subspediteuren arbeitet, ist eine zeitnahe, d. h. unmittelbare Abwicklung unumgänglich. Ein späterer Ausgleich verursacht Transportkosten! Um sicherzustellen, dass sich im Pool stets einwandfreie und ausreichend Paletten befinden, werden defekte Paletten repariert oder komplett aussortiert und ersetzt.In unserer umweltbewussten Gesellschaft sollten wir alle dafür Sorge tragen, dass sich Mehrwegsysteme weiter durchsetzen. Interessant sind, bezogen auf das Thema Paletten, die beispielsweise in USA/Kanada und Australien/Neuseeland geltenden Vorschriften. In diesen Ländern sind nur speziell hitzebehandelte Paletten zulässig bzw. müssen die kompletten Container begast werden. Wenn man den Expertenmeinungen Glauben schenken darf, so soll noch in diesem Jahr die Hitzevorbehandlung (Phytosanitärer Standard ISPM 15) bis auf wenige Ausnahmen für alle Holzpaletten und Holzverpackungen weltweit verbindlich werden. Sollte sich dies bestätigen, werden Einwegpaletten durch die hohen Kosten der Hitzebehandlung vermutlich wegfallen und der EPAL/EUR-Pool wächst weiter. (BH) |
| Das Laborteam in Immenstadt |
Fester inhaltlicher Bestandteil unseres monta Aktuell ist die Vorstellung der wichtigsten Testmethoden für Verpackungsselbstklebebänder. Für die Einhaltung dieser Prüfmethoden und die qualifizierten Auswertungen sind Mitarbeiter verantwortlich, die durch ihre langjährige Tätigkeit ein enormes Fachwissen besitzen. Die "Herren der Qualität" möchten wir Ihnen heute gerne vorstellen: Herr Günther Raiger, seit 1972 im Unternehmen und seit 2001 Leiter des Labors Herr Wolfgang Greth, seit 1986 im Unternehmen Herr Georg Keplinger, seit 1958 im Unternehmen Die Herren sind verantwortlich für die Wareneingangs-, Produktions- und Fertigwarenprüfungen (sowie die Überwachung der Ergebnisse) aufgrund der vorliegenden Verfahrens- und Prüfanweisungen sowie der Lieferantenspezifikationen. Sie stellen durch ihre sorgfältige, gewissenhafte Arbeit sicher, dass die hohen Qualitätsmaßstäbe der monta eingehalten bzw. verbessert werden. Zum umfangreichen Aufgabengebiet der Qualitätskontrolle gehört ebenfalls die Begleitung von Neuentwicklungen. Hier sind in der Regel aufwändige Messreihen zum Nachweis der statistischen Prozesskontrolle nötig. Unsere Kollegen aus dem Labor sind bestens mit den Produktionsabläufen vertraut und bringen ihre jahrelange Erfahrung und Kompetenz in die Zusammenarbeit mit ein. vlnr. Wolfgang Greth, Georg Keplinger, Günther Raiger (LM) |
| Prüfmethode Scherfestigkeit |
In unseren vergangenen Ausgaben von monta Aktuell haben wir bereits drei Testmethoden für Verpackungsselbstklebebänder, nämlich Klebkraft, Reißkraft und “rolling ball” behandelt. Heute möchten wir unsere Serie durch den Scherfestigkeitstest ergänzen. 1. Definition Die statische Scherfestigkeit beschreibt die Zeit, die ein Klebebandmuster zum Abscheren von einer definierten Prüffläche unter konstanter Belastung benötigt. 2. Art der Prüfung Aus einer Klebebandrolle werden zwei Prüfmuster mit einer Breite von 1 cm geschnitten. Diese Streifen werden auf eine genormte Prüfpappe in 1 cm Länge aufgeklebt und viermal mit einer Rolle angedrückt. Der Testliner mit der nun entstandenen Prüffläche von 1 cm2 wird dann vertikal in einer Halterung fixiert. Das untere Ende des zu prüfenden Testmusters wird zu einer Schlaufe geformt, an der ein Gewicht von 565 g befestigt wird. Die somit entstandene Zugbelastung führt zum Abscheren des Bandes. Die Länge der Scherzeit wird mittels eines integrierten Zeiterfassungsgerätes registriert, und der so ermittelte Wert wird in Stunden (h) angegeben. Je nach Klebertype werden unterschiedliche Scherfestigkeitswerte erzielt. Bei Naturkautschuk- und Hotmelt-Klebern beispielsweise werden mit Abstand die höchsten Werte erreicht. Bei Acrylat-Klebern hingegen liegen die Ergebnisse im Minutenbereich. 3. Voraussetzungen Wie bei allen durchzuführenden Prüfungen werden auch hier die Rahmenbedingungen (Sauberkeit, Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur usw.) strikt eingehalten und überwacht. Der Scherfestigkeitstest wird in einem klimatisierten Raum durchgeführt. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz eines exakt definierten Recycling-Kartons (Testliner), einer Prüfplatte, die rückstandsfrei zu reinigen ist und anschließend mit einem fusselfreien Tuch trockenzureiben ist, einer Stahlrolle (Eigengewicht 2000 g) sowie einem genormten Gewicht mit 565 g. Dem Scherfestigkeitstest kommt im Hause monta eine hohe Bedeutung zu. Ganz bewusst wurde deshalb auch der Testliner als Prüfoberfläche ausgewählt im Gegensatz zur Afera-Prüfmethode, bei der eine Stahlplatte eingesetzt wird. Mit dieser Abänderung werden wir den tatsächlichen Konditionen gerecht, in denen unsere Selbstklebebänder bestehen müssen - nämlich dem Verschluss von Kartonagen auf Pappe- und nicht auf Stahlbasis! Die Scherfestigkeit ist darüber hinaus ein Maß für die Kohäsion (innere Festigkeit) des Klebstoffes und gibt Aufschluss über die Qualität des Klebers. (BH/LM) |
| Wissenswertes auf einen Blick! |
• Markenware auf dem Vormarsch Deutlich über 60 % unserer Produktion liefern wir auf monta-Kern, Tendenz steigend. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich unsere Partner und letztendlich auch der Endverbraucher mit uns und unserer Qualität identifizieren. Dafür vielen Dank! • Kundenzufriedenheit - online Bitte schenken Sie uns einige Minuten Ihrer Aufmerksamkeit. Auf unserer Homepage unter http://www.monta.de finden Sie das aktuelle Formular “Kundenzufriedenheit”, das auf Ihre Meinung wartet. Die ersten 10 Einsender erhalten ein kleines Dankeschön. Einsendeschluss: 30. September 2004 • Aktualisierte Homepage Ab sofort stehen Ihnen unsere Technischen Datenblätter, das Standardlagerprogramm und unsere Liste Verpackungseinheiten zum Download und Druck auf unserer Homepage unter http://www.monta.de zur Verfügung.Kunden-CD’s für Intranet befinden sich derzeit in der Testphase. • Musterrollen Um Ihnen Muster in einwandfreier Qualität und ausreichender Anzahl zur Verfügung stellen zu können, bieten wir Ihnen die Lieferung von Originalkartons mit einem attraktiven Musterrabatt an. Bitte sprechen Sie uns an, und wir informieren Sie über die Details. (BH/LM) |
| Betriebsurlaub 2004 |
Auch wenn in diesem Jahr die Sonnenstunden etwas spärlicher ausfallen als 2003, laufen dennoch vielerorts die Vorbereitungen für den Jahresurlaub auf Hochtouren. An gewohnter Stelle informieren wir Sie auch heute wieder über den Zeitpunkt unseres Betriebsurlaubs, damit Sie diesen in Ihrer Planung entsprechend berücksichtigen können. Unsere Produktion steht vom 2. bis einschließlich 20. August 2004. Während unseres 3-wöchigen Betriebsurlaubs sind wir mit 70 % unserer Produktion über unser breit gefächertes Standardlagerprogramm kurzfristig lieferfähig. Unsere Abteilungen Vertrieb, Versand, Lager und Buchhaltung sind während dieser Zeit besetzt. Gerne weisen wir auch auf die leicht geänderten Öffnungszeiten unserer Versand-/Lagerabteilung während unseres Betriebsurlaubs hin: Montag - Donnerstag: von 7:00 - 15:00 Uhr Freitag: von 7:00 - 13:00 Uhr Bitte berücksichtigen Sie diese Eckdaten in Ihrer Planung und disponieren Sie rechtzeitig und ausreichend, um Engpässe zu vermeiden. (LM) |
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Fast war ich verwundert, als mich unser Marketingteam vor Kurzem bat, wieder etwas über die “aktuelle Marktsituation” zu berichten. Aber der Blick auf meinen Kalender bestätigte, dass schon wieder fast sechs Monate seit unserem letzten “monta Aktuell” vergangen sind.
In den letzten Monaten wurden wir häufig mit der Problematik nicht getauschter EPAL/EUR-Paletten konfrontiert und möchten deshalb hier die Zusammenhänge rund um dieses Thema noch einmal für Sie erörtern.
Fester inhaltlicher Bestandteil unseres monta Aktuell ist die Vorstellung der wichtigsten Testmethoden für Verpackungsselbstklebebänder.
In unseren vergangenen Ausgaben von monta Aktuell haben wir bereits drei Testmethoden für Verpackungsselbstklebebänder, nämlich Klebkraft, Reißkraft und “rolling ball” behandelt. Heute möchten wir unsere Serie durch den Scherfestigkeitstest ergänzen.
• Markenware auf dem Vormarsch
Auch wenn in diesem Jahr die Sonnenstunden etwas spärlicher ausfallen als 2003, laufen dennoch vielerorts die Vorbereitungen für den Jahresurlaub auf Hochtouren. 

