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03.12.2003
Prüfmethode
news_img_38.jpegIn unserer Reihe “Testmethoden für Verpackungsselbstklebebänder” stellen wir Ihnen heute den rolling ball Test vor.

1. Definition

Mit der Testmethode “rolling ball” wird der “tack” - die Soforthaftung - eines Klebebandes festgestellt.

2. Art der Prüfung

Von der zu prüfenden Klebebandrolle werden die äußeren Lagen entfernt und eine 20 cm lange Probe mit der Kleberseite nach oben auf Millimeterpapier aufgebracht. Das rolling ball Testgerät wird leicht überlappend positioniert.

Die Reinigung der benötigten Stahlkugel (Art, Gewicht und Durchmesser sind definiert) erfolgt auf trockenen Zellstofftupfern mit Aceton. Die abgetrocknete Kugel wird mit einer Metallpinzette auf dem rolling ball Gerät platziert und rollt durch Lösen der “Bremse” über die schiefe Ebene auf
das Klebeband.

Die von der Stahlkugel zurückgelegte Strecke ab Unterkante Prüfgerät ergibt den rolling ball Wert, der in cm angegeben ist.

Je nach Klebertype werden unterschiedliche rolling ball Ergebnisse erzielt.

3. Voraussetzungen

Wie bei allen durchzuführenden Prüfungen werden auch hier die Rahmenbedingungen (Sauberkeit, Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur usw.) strikt eingehalten und überwacht.

Die Bezeichnung “tack” steht eindeutig für die Soforthaftung/Klebrigkeit und ist nicht zwingend gleichzusetzen mit der Anfangsklebkraft. Hier spielt die Benetzbarkeit des Kartons durch den Kleber eine wesentliche Rolle. Die Anfangsklebkraft ist bei Naturkautschukklebern besser als bei Hotmelt- und Acrylatklebern, da diese aufgrund ihrer Eigenschaften härter sind. (LM)
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