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24.11.2003
Hightech-Maschinenpark und neue Technologien bei monta
Vor nicht allzu langer Zeit waren im monta Klebebandwerk noch 18 Schneidemaschinen in Betrieb. Insgesamt 42 Personen waren damit beschäftigt, Klebebänder in verschiedene Längen und Breiten zu schneiden, in Kartonagen zu verpacken, zu etikettieren, zu palettisieren und letztendlich für den Transport an den Kunden bereitzustellen.
Jede dieser Schneidemaschinen war nur geeignet, einige wenige Klebebandabmessungen zu konfektionieren. Die körperlichen Anforderungen an die Mitarbeiter dieser Abteilung waren sehr hoch. Alle Produktionsschritte mussten manuell ausgeführt werden. Die Automatisierung im Produktionsbereich stand noch am Anfang ihrer Entwicklung.
Nach der Verselbstständigung der monta Anfang 1998 begannen die neuen Eigentümer, an die Qualität der Produktionsanlagen höhere Anforderungen zu stellen, die dem Stand der Technik entsprechen. Zug um Zug wurde in neue Hochleistungsschneideanlagen investiert, die einen vollautomatischen Betrieb gewährleisten und ein höchstes Maß an Produktqualität sicherstellen.
Mit dieser neuen Generation von Schneidemaschinen können auch in kurzer Zeit Umstellungen auf individuelle Klebebandabmessungen vorgenommen werden, was ein hohes Niveau an Produktflexibiliät zur Zufriedenheit des Kunden gewährleistet.
Nach dem Aufschneiden des Klebebandjumbos in fertige Klebebandrollen - und das unter Berücksichtigung von präzisen Schnittkanten mit wickelgenauen Bandlagen - ist auch der darauf folgende Verpackungsprozess vollautomatisiert. Die Verpackung der Klebebandrollen in hochtransparente Schrumpffolien, das Einbringen dieser geschrumpften Bandpakete in hochqualitative Kartons, das Verschließen der Kartonagen und das Etikettieren der Kartons erfolgen
vollautomatisch. Der Maschinenbediener hat in diesen vollautomatischen Arbeitsprozessen verstärkt auf die Einhaltung der Qualitätskriterien zu achten. Seine bisherige Tätigkeit als Maschinenarbeiter hat sich zur verantwortungsvollen Tätigkeit eines "Anlagenmanagers" weiterentwickelt.
Das Beladen der Paletten mit fertig verpackten Kartons erfolgt heute ebenfalls nicht mehr manuell, sondern wird mit Hilfe der neuesten Robotertechnologie durchgeführt.
Nun sind im Verlauf der letzten 5 Jahre alle älteren Produktionsschneidemaschinen durch hochmoderne und computergesteuerte Anlagen ausgetauscht worden. Erst vor wenigen Wochen ging auch die zweite Hochleistungsschneideanlage für Großrollen samt Verpackungsanlage in Betrieb.
Diese Verpackungsanlage ist in der Lage, nicht nur in Einzelkartons, sondern auch einzelne Großrollen in Großkartons zu verpacken. Somit kann auch individuellen Verpackungswünschen Rechnung getragen werden.
Insgesamt sind im monta Klebebandwerk derzeit sechs Hochleistungsschneideanlagen in Betrieb.
Mit diesem Maschinenpark ist die monta heute in der Lage, schneller und flexibler auf die Wünsche des Marktes zu reagieren und auch den Lieferwünschen des Kunden in kürzestmöglicher Zeit
entgegenzukommen.
Nach jüngstem Abschluss der Innovationen im Konfektionsbereich hat sich die monta entschlossen, Hightech auch im Sektor Klebebandbeschichtung einzuführen. So wurde Ende des Jahres 2002 bei einem namhaften italienischen Maschinenhersteller eine neue Naturkautschuk-/Lösemittelbeschichtungsanlage in Auftrag gegeben.
Diese Anlage mit einer Beschichtungsbreite von 1800 mm und einer Geschwindigkeit bis zu 450 lfm/Min. entspricht nicht nur dem neuesten Stand der Technik, sondern ist auch richtungsweisend in der Technologie der Klebebandbeschichtung.
Die Anlage ist dafür vorbereitet, nicht nur die bisher üblichen Produkte wie PVC-, BOPP-, MOPP- und Polyesterfilme zu verarbeiten, sondern wurde technologisch auch für Papier-, Masking- und Polyethylenfilme ausgelegt.
Mit einem Klebstoffverbrauch von bis zu 3800 kg/h wurden ebenfalls große technologische Verbesserungen in der Klebstoffvorbereitung, der Klebstoffmischerei und letztendlich auch beim Klebstofftransport zur Beschichtungsanlage notwendig.
Diese neue Beschichtungsanlage wird die Produktivität bei monta bis zu 35 % steigern. Mit zusätzlichen Maschinenausstattungen wie einer elektronischen Dickenmessung für das Klebstoffauftragsgewicht als auch einer Gaskonzentrationsmessung in den Trockenöfen wurde den hohen Anforderungen für Produktqualität und Umweltschutz als auch Arbeitssicherheit für die Mitarbeiter Rechnung getragen.
Die neue Anlage erhöht das Reaktionsvermögen der monta auf spezielle Kundenwünsche und erweitert die Produktpalette im Hinblick auf individuellere Anwendungsgebiete des Klebebandes.
Der Aufbau dieser neuen Beschichtungsanlage wird im Dezember 2003 in Angriff genommen. Die Inbetriebnahme der produktionsfertigen Anlage wird im März 2004 erwartet.
Die damit verbundene Lösemittelrückgewinnungsanlage ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil einer Klebebandproduktion auf Naturkautschuk-/
Lösemittelbasis. Sie wird nicht nur allen Aspekten des Umweltschutzes, sondern auch den neuen technologischen Reglements der Europäischen Gemeinschaft gerecht.
Darüber hinaus haben wir die Auftragsbearbeitung, Planung und Auslastung sämtlicher Produktionsanlagen durch einen computergesteuerten Ablauf der
logistischen Vorgänge aufeinander abgestimmt. Somit ist sichergestellt, dass der zeitliche Ablauf der Klebebandfertigung vom Eingang des Kundenauftrages bis zur Auslieferung optimiert ist.
Die vor kurzem eingeführte "computergesteuerte Lagerhaltung" leistet einen zusätzlichen Beitrag zur einwandfreien und termingerechten Auslieferung der Produkte an den Kunden.
Im Zusammenwirken mit all den vorher erwähnten maschinellen Veränderungen wurde eine Optimierung der bisherigen energetischen Versorgung des Klebebandwerkes notwendig.
Die zukünftige Energieversorgung der monta, die nach den gültigen europäischen Richtlinien geplant wurde, sieht einen völlig verlustarmen Einsatz der Energiequellen vor. Die sich aus dem hochenergetischen monta-Produktionsprozess ergebenden Restenergien wie Dampf und Heißwasser werden wieder eingesetzt und für die Produktion von elektrischer Energie verwendet.
Mit dieser Systematik ist sichergestellt, dass es zu keiner Vergeudung von Energiequellen kommt und auch die Umwelt nicht mit Schadstoffen belastet wird.
Dass bei allen Planungen und Umsetzungen unser Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2000 und DIN EN ISO 14001 Anwendung fand, war für uns eine Selbstverständlichkeit.
Wir haben diese sehr kostenintensiven Investitionen durchgeführt, um effizienter auf die Wünsche des Marktes reagieren zu können, die Qualität der Produkte weiter zu steigern, den Erwartungen unserer Kunden zu entsprechen und vor allem die Rolle als fairer und zuverlässiger Klebebandproduzent auch in Zukunft sicherzustellen und weiter auszubauen. (JA)
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